AM ENDE MEINER TAGE,

stell ich die eine Frage:

Was war mit meinem Streben,

was ist mit meinem Leben?


Es ist schön alt zu werden und die Enkel oder Urenkel auf dem Schoß sitzen zu haben. Es ist aber nicht schön alt zu sein, seine eigenen geistigen und körperlichen Grenzen immer deutlicher zu sehen und festzustellen, dass man sich  das so nicht vorgestellt hat.

Im Buch Prediger steht:

…. ehe die bösen Tage kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: "Sie gefallen mir nicht". Prediger 12, 1b

In der Rückschau entdeckt man viele verpasste Möglichkeiten, Fehler und Misserfolge oder entdeckt Sachen, die man gerne noch ins Reine bringen will. Doch die Zeit ist abgelaufen, niemand kann das Rad der Zeit zurück drehen. Dann kommt man ins Grübeln: War das das Leben, das ich mir erträumt habe, war ich der Held in meinem Film?

Es gibt aber auch Menschen, die blicken zurück und sehen auch die Fehler, Misserfolge und verpasste Möglichkeiten und sind trotzdem im Frieden mit ihrem Leben, denn sie haben erkannt, dass sie in der Gnade und Vergebung Gottes leben dürfen. Johannes schreibt in seinem 1. Brief:

Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, zeigt Gott sich treu und gerecht: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht. (1Joh 1, 9)

Jesus Christus ist es, der uns diese Last von den Schultern nimmt. Durch Ihn können wir in Frieden mit Gott leben und wer in Frieden mit Gott lebt, der hat auch die Chance mit sich und mit seinen Mitmenschen in Frieden zu Leben.

Dadurch verschwinden die körperlichen oder geistigen Einschränkungen nicht, aber die Einstellung ändert sich.  „Nur noch eine kleine Weile, und ich werde bei meinem Herren sein"!

Es gibt aber auch Menschen, die haben nicht die Chance alt zu werden, ob durch Unfall, Krankheit oder Unglück, ihre Zeit ist abgelaufen. So hart es manchmal ist, aber niemand kann eine Handspanne sein Leben verlängern. - Meine Zeit steht in Gottes Händen.

Gut ist es, wenn man schon in jungen Jahren mit Gott Frieden findet. Das nennt man Bekehrung, die Erkenntnis, ich kann nichts, bin nichts, habe nichts, womit ich mich rechtfertigen könnte. Ich liefere mich deiner Gnade aus und glaube fest daran, dass Jesus Christus für mich gestorben ist, damit ich nicht Sterben muss als Strafe für meinen Ungehorsam.

So ein junger Mann war Daniel, als er mit gerade 25 Jahren vom Blitz tödlich getroffen wurde. Er hat bestimmt nicht um die vielen Jahre getrauert, die er nicht mehr erleben darf. Er war da am Ziel, nahe bei Gott zu sein. Gott hat sein Leben vollendet - gibt es etwas Besseres?

Wer Angst vor dem Tod hat, wird hier nur den Kopf schütteln, wer aber weiß, was nach dem Tod kommt, der darf sich mit Daniel freuen.


Harald Bender


GOTT
begegnen