Christliche Gemeinde Attendorn
C-G-A ATTENDORN AN(ge)DACHT AKTUELL HOERBAR IMPRESSUM
GOTT
begegnen

Gott hat uns für die Zeit in der wir Leben, geschaffen, um die Ungeliebten zu lieben, in stürmischen Zeiten Frieden auszustrahlen und in jeder Situation trotzig Freude zu zeigen.

Das mag unmöglich erscheinen aber man kann es schafften, indem wir lernen, was die Bibel über die natürlichen mensch-lichen Gefühle sagt, und wie man sie steuern kann.

Jeden Monat erscheind ein  Text der Anstoß geben soll, über sich und das Verhältnis zu Gott und den Menschen nachzudenken.


AN(ge)DACHT 2020

Fremdes Feuer auf Gottes Altar


So lautete die Überschrift des Leitartikels des Missionsheftes der MSOE (Mission für Süd-Ost-Europa) im März-April 2020. Der Untertitel lautete „Gottesfurcht und Bibelwort“. Mit seinem Artikel beleuchtet Friedemann Wunderlich, der Missionsleiter, die aktuelle Situation in der evangelikalen Welt. Der Leitvers des Artikels stammt aus 3. Mose 10,3: „Bei denen, die mir nahen, will ich geheiligt werden“ (LÜ).

Hier einige Auszüge des Artikels: Diese Forderung hat Gott, der HERR, seinem Volk in einem dramatischen Moment ihrer Geschichte mitgeteilt. Mehr als 3500 Jahre ist diese Begebenheit alt, aber sie ist zeitlos gültig, weil Gott, der HERR, ewig ist. Es war ein besonderer Moment in der Geschichte. Zum ersten Mal konnte das Volk Gottes durch das Tieropfer, das Aaron und seine Söhne dem HERRN brachten, in die Gemeinschaft mit Gott treten. Ergriffen von der verborgenen, aber wirksamen Gegenwart Gottes, erleben sie das Feuer seiner Gnade, das aus dem Heiligtum heraus das Opfer auf dem Altar verzehrt. Alle sehen es. Alle jubeln und fallen auf ihr Angesicht. (3. Mose 9,22-24)

Kurze Zeit später erscheint dieses Feuer Gottes ein zweites Mal. Es verzehrt nicht das Opfertier auf dem Altar, sondern verzehrt zwei Diener Gottes, die ganz „vorne“ im Volk Gottes ihren Dienst tun. Das Gericht Gottes trifft Menschen, die Gottes Heiligkeit missachtet haben. Jede Generation von Christen muss diese Begebenheit vor Augen haben, um vor Gott, dem HERRN, bestehen zu können (3. Mose 10,1-3).

Drei Fragen bewegen mich zu dieser Geschichte im Hinblick auf unseren Dienst in der Mission, auch in den gegenwärtigen geistlichen Auseinandersetzungen.


1. Was haben Nadab und Abihu falsch gemacht, dass Gott, der HERR, sie ohne Vorwarnung durch den plötzlichen Tod zum Schweigen bringt?


Können wir Menschen mit unserem Verhalten Gott, den HERRN, so sehr provozieren, dass er uns richtet? Ja, das können wir. Gott beendet das „Spielen“ seiner Diener mit seinem Wort. Die beiden Priester taten etwas, „was Gott nicht geboten hatte“ (3. Mose 10,1). Dem ersten Eindruck nach übertraten sie offensichtlich kein Gebot Gottes. Gott sagt, dass sie etwas taten, was er nicht geboten hatte. Und der HERR spricht ein vernichtendes Urteil über dieses Verhalten und bezeichnet das Handeln von Nadab und Abihu, als „fremdes Feuer“ auf dem Altar. Warum bestraft Gott, der HERR, sie, obwohl sie vordergründig kein Gebot übertreten haben? Sind wir nicht frei in unseren Entscheidungen, wenn die Bibel zu einem bestimmten Thema gar nichts sagt?

Das ist die große teuflische Verführung der Gemeinde Gottes, dass wir uns „Gottes-Wort-freie-Zonen“ geschaffen haben und wir offen über Gottes Wort und seine Gebote Abstimmungen durchführen. Es schockiert mich, was innerhalb der evangelikalen Welt für geistliche Dammbrüche passieren. Wir Christen im 21. Jahrhundert führen Diskussionen über das Wort Gottes, die alles Bisherige in den Schatten stellt. Wir hinterfragen nicht nur die Gebote Gottes, sondern wir brechen sie aktiv ohne rot zu werden. Wir stimmen darüber ab, ob Gottes Wort eindeutig und für jeden verbindlich ist oder ob es nicht unterschiedliche Lesarten der Gebote Gottes geben muss, die jeder in seiner Freiheit dann so leben kann, wie er es für gut empfindet. Diese Freiheit wurde Nadab und Abihu zum Verhängnis. Sie waren so berauscht in ihren Sinnen und getrieben in der Überzeugung, dass es „Gottes-Wort-freie-Zonen“ gibt. Sie haben nicht beachtet, dass ihr ganzes Leben Gott gehört. Die Freiheit im Volk Gottes ist gebunden an der Heiligkeit Gottes.


2. Wie können wir Gott, dem HERRN, nahen ohne zu sterben?


Gar nicht! Wenn wir Menschen Gott, den HERRN, heute schauen könnten, dann müssten wir sterben! Diese Erkenntnis gehört zu den ersten Erfahrungen im Volk Gottes und ist uns heute leider weitgehend verloren gegangen (5. Mose 5,23-29). Wir sind Sünder und können Gott, dem HERRN, nicht nahen ohne zu sterben! Das ist die Last, die wir auch in unserer Missionsarbeit tragen. Die Verkündigung des Evangeliums macht keinen „Spaß“ und ist nicht „cool“, weder für den Überbringer der Nachricht noch für den Zuhörer. Es geht beim Evangelium immer um die Heiligkeit Gottes, die totale Verdorbenheit des Menschen und Gottes Gericht über die Sünde und den Sünder! In 1. Korinther 15,3 wird der Inhalt des Evangeliums beschrieben: „Christus starb für unsere Sünden.“ Wie können Sünder die Begegnung mit dem heiligen Gott überleben? Einzig und allein durch das stellvertretene Opfer von Jesus Christus. Nur wer auf diesen Jesus Christus sein ganzes Vertrauen setzt, wird aus dem Gericht Gottes gerettet werden.

Wir sind Sünder, auch nach unserer Bekehrung, und können dem heiligen Gott nicht auf direktem Weg nahen ohne zu sterben! Wir können nur durch Jesus Christus Gemeinschaft mit Gott erleben. Ohne Ehrfurcht vor dem heiligen Gott können wir vor ihm nicht bestehen. Uns gelten seine Warnungen und Verheißungen. Wir sind nicht frei, wie wir mit dem Wort Gottes, der Bibel umgehen. Der heilige Gott verbietet uns jeden saloppen und banalen Umgang mit IHM und seinem heiligen Wort. Warum? (Hebräer 12,18-29)


3. Was bedeutet es für uns Christen im 21. Jahrhundert, Gott, den HERRN, zu heiligen?


Gott polarisiert. Gottes Wort polarisiert die Welt und die Bibelfrage polarisiert das Volk Gottes. Gott trennt und was Er in und durch sein Wort trennt, das dürfen wir nicht verbinden. Wir sind nicht frei in unseren Entscheidungen. Wie wir leben. Freiheit ohne Ehrfurcht vor Gott führt ins Verderben. Wo war und ist in den Diskussionen über die Gültigkeit der Gebote Gottes die Ehrfurcht vor dem heiligen Gott und die Frage nach der Heiligkeit Gottes sichtbar. Welchen Wert haben unsere Bekenntnisse zur Bibel, wenn wir gleichzeitig in der Praxis von den Geboten Gottes abweichen. Es ärgert viele Christen, dass die Bibel in ihren Aussagen eindeutig ist. Es kann z. B. in der aktuellen Beurteilung der gelebten Homosexualität keine neuen Lesarten oder Erkenntnisse geben, außer sie sind falsch. Gottes Wort ist zeitlos gültig. Wir wollen in der Verantwortung vor dem HERRN unseren Dienst tun. Nicht Menschen, sondern ER richtet uns und ER hat gesagt: Bei denen, die mir nahen, will ich geheiligt und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht werden.“

Hajo