Christliche Gemeinde Attendorn
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GOTT
begegnen

LOCKDOWN - AUSGANGSSPERRE


Wir leben, oder besser wir lebten, in einem Land mit so vielen Freiheiten, die wir für selbstverständlich gehalten haben. Bis vor wenigen Wochen es plötzlich hieß Ausgangssperre. Viele durften sogar nicht mal an ihren Arbeitsplatz, die Kinder plötzlich nicht mehr in die Schule oder in den Kindergarten. Plötzlich ist das ganze, so sicher gewähnte Kartenhaus, am Wanken. Meine Existenz ist bedroht.

Wenn der Herr mit dem Fuß auftritt, dann zittert die Welt. Wie es in Amos 3,6 steht: "Bläst man etwa das Horn in einer Stadt, und das Volk entsetzt sich nicht? Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der HERR hat es nicht getan?"


Mehr als die Angst sich an der Seuche angesteckt oder jemand anderes angesteckt zu haben, war plötzlich die Angst vor dem, was da auf uns zukommt. Die Ungewissheit quälte, und verängstigte viele Menschen. In ihrer Not fingen sie an panisch Sachen zu kaufen, die Ihnen lebensnotwendig erschienenen. Nicht nur Nudeln, Reis und Mehl, auch so profane Dinge wie Klopapier wurden knapp. Was gibt mir Sicherheit in unsicherer Zeit?

In der letzten Ausgabe des Gemeinde-Infos haben wir uns Gedanken zum Psalm 91 gemacht. “Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den hoffe ich."

Was mir in der letzten Zeit immer schwerer gefallen ist, war der fehlende Kontakt zu meinen Geschwistern in der Gemeinde. Mir fehlt das einfache Händeschütteln, die Umarmung, das „ich fühle dich“, ich fühle mit dir, ein „ich nehme dich in den Arm“, weil du ein geliebter Mensch bist.

Ich habe dadurch einen Blick bekommen, wie sich die Aussätzigen in der Bibel gefühlt haben müssen, ausgestoßen wie wir, isoliert von allen Dingen des Lebens, auf Abstand gehalten. Kein Händeschütteln, keine Umarmung, kein Kuss. Von den Menschen und von Gott verstoßen.

Lukas 5, 12-13: „Und es begab sich, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voller Aussatz. Als der Jesus sah, fiel er nieder auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen. Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun, sei rein! Und sogleich wich der Aussatz von ihm.“

Hier sehen wir, wie unser Herr Jesus mit einem Aussätzigen umgeht. Er hat keine Angst ihn anzurühren, und nicht der Aussätzige macht Jesus unrein, nein, der einzige Reine macht den Aussätzigen rein, Sein Wort genügt und sogleich weicht der Aussatz. Zu Jesus kann ich kommen wie ich bin, er hält mich nicht auf Abstand, er zieht mich ganz dicht an sich. Bei mir bist du geborgen.

Johannes 16,33: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

Angst macht irrational, aber wer im Glauben schaut braucht sich nicht zu fürchten. In den letzten Tagen wurde die Ausgangssperre gelockert, und wir können uns wieder versammeln und Gemeinschaft haben. Das ist eine große Erleichterung.

Beten wir für unsere Regierung und alle die Verantwortung tragen, dass sie nicht nur auf das schauen was ihnen angst macht, sondern das sie ihren Blick auf Jesus richten.

Harald

Die letzten Wochen


Über die letzten Wochen könnten wir glatt einen Kurzroman schreiben. Das alles zusammenzufassen wird schwer. Für uns war die Corona Zeit bisher geprägt durch Ängste, Sorgen, Krankheiten und Unsicherheit.

Aber auch und vor allem von sehr starkem Segen unseres HERRN. Und der Erkenntnis das ich oft bin wie die Jünger in Markus 4.38.

"Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen, und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?"

Ich sitze mit Jesus im Boot und doch gewinnen meine Ängste und Sorgen oft die Oberhand. Es sollte doch so sein, dass ich gelassen und ruhig bleibe, in dem Wissen das ich jeden Weg mit Jesus gehe.

Das wurde in der letzten Zeit meine Lektion, meine Buße. Ich habe gemerkt, dass ihr mir als Gemeinde sehr fehlt und ich ohne euch als Geschwister geistig verhungern werde.

Zukunftsängste, Sorgen, leider auch Krankheiten gehören auch zu unserem Leben als Christ. Nur wir sollten anders damit umgehen als die Welt. Und ich hoffe, das ich das irgendwann auch schaffen werde.

Lieben Gruß und den Frieden des Herrn

im Herzen für uns alle.

Chantal