Christliche Gemeinde Attendorn
C-G-A ATTENDORN AN(ge)DACHT AKTUELL HOERBAR IMPRESSUM
GOTT
begegnen

Gott hat uns für die Zeit in der wir Leben, geschaffen, um die Ungeliebten zu lieben, in stürmischen Zeiten Frieden auszustrahlen und in jeder Situation trotzig Freude zu zeigen.

Das mag unmöglich erscheinen aber man kann es schafften, indem wir lernen, was die Bibel über die natürlichen mensch-lichen Gefühle sagt, und wie man sie steuern kann.

Jeden Monat erscheind ein  Text der Anstoß geben soll, über sich und das Verhältnis zu Gott und den Menschen nachzudenken.


AN(ge)DACHT 2019

"Ich glaube. Hilf meinem
Unglauben!"

Markus 9,24


Das ist der Vers der Jahreslosung 2020. Die dazugehörige Begebenheit lesen wir in Markus 9,14-24. Hier wird uns eine herzergreifende Geschichte geschildert. Ein Vater kommt mit seiner Not zum Herrn Jesus. Wahrscheinlich wusste er, wenn einer helfen kann, dann ER, dieser Jesus von Nazareth. Aber wir lesen auch etwas von seinem Zweifel und seinem Unglauben, wenn er spricht: "Aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns." Und dann: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben."

"Aber". Wenn da nicht immer dieses "Aber" des Zweifelns und des Unglaubens wäre. Täglich werden Menschen mit Krankheiten konfrontiert. Am eigenen Leibe, oder von nahestehenden Menschen. Oft sind es auch unheilbare Krankheiten. Ein langer Leidensweg zeichnet sich ab. Gerade in schwierigen Lebenssituationen ist es gut, wenn man dann einen festen Glauben an den allmächtigen Schöpfergott hat. Und dennoch, kommt es auch im Leben von gläubigen Menschen zu Umständen, in denen sich unser Glaube plötzlich in Unglauben verwandelt. Wie oft haben wir es schon am eigenen Leibe erlebt, dass uns plötzlich der Boden unter den Füßen weggerissen wird. In unserer eigenen Familie, in unserem Freundes- oder Bekanntenkreis, oder in dem Leben unserer Glaubensgeschwister donnert eine niederschmetternde Nachricht: Sie oder Er hat Krebs. "Ich glaube, hilf meinem Unglauben."

Wie oft mussten wir das im letzten Jahr auch in unserer Gemeinde hören. Wir denken an Elke, die uns im letzten Jahr verlassen hat. Der Krebs hatte sie besiegt. Wir denken an Manfred, der uns im vergangenen Jahr verlassen hat. Der Krebs hatte ihn besiegt. Ist das wirklich so? Hat der Krebs hier einen Sieg errungen? Nein, nicht der Krebs hat hier den Sieg errungen. Der Sieger war Gott selbst. ER hat unsere Geburtsstunde bestimmt, und ER bestimmt auch unsere Sterbestunde. Es ist immer Sein Plan. Gott selbst hat entschieden, dass der Zeitpunkt gekommen war, Elke und auch  Manfred in die himmlische Herrlichkeit, zu sich nach Hause zu holen. Dort gibt keinen Tod, keine Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz, so lesen wir es in Gottes Wort.

Da haben wir glaubend gebetet. Glaubend beten heißt in Seinem Willen beten. "Aber wenn du etwas kannst", sagte der Vater in diesem biblischen Bericht. Was haben wir von Gott erwartet. Heilung? Oder ein gnädiges Hinübergehen in die himmlische Welt? "Ich glaube, hilf meinem Unglauben." Gottes Wege sind immer gute Wege, auch wenn wir sie nicht verstehen. Jeder von uns denkt in diesen Augenblicken auch an Menschen aus seinem privaten Umfeld, die im vergangenen Jahr von Gott abgerufen wurden.

Wir stehen mittendrin in diesem "Unbegreiflich." - "Unfassbar." - "Das kann doch nicht wahr sein!" Und wir

fragen "Herr Jesus - warum? - wozu?" Ich bin tief davon überzeugt: Es hat nichts mit Unglauben zu tun, wenn wir so fragen. Hat nicht Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha, in Seiner Verlassenheit von Seinem Gott und Vater ausgerufen: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Markus 15,34). War das Unglauben? Nein! IHM, der hier auf dieser Erde vollkommen Mensch war, ging es so wie uns. Wir verstehen Gottes Handeln in unseren schwierigen Lebenssituationen nicht. Natürlich können wir das "Warum" des Herrn Jesus am Kreuz, nicht mit unserem "Warum" gleichsetzen. ER war ja Mensch und Gott zugleich. Und dennoch tröstet es uns, wenn wir von Jesus Christus in Hebräer 2,18 lesen: "Denn worin ER selbst gelitten hat, als ER versucht worden ist, kann ER denen helfen, die versucht werden."

Auch im vor uns liegenden Jahr, wird Gott uns in schwierige Situationen führen, um unseren Glauben zu prüfen und zu stärken. "Aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns!" - "Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!" Wie oft wird uns unser Nichtverstehen zu diesem Hilfeschrei führen?

Der Herr Jesus möchte auch Dir im vor uns liegende Jahr helfen, mit Deinem Nichtverstehen klar zu kommen. Gib Deine Hilflosigkeit und Deinen Unglauben an IHN ab. Schenke IHM Dein Vertrauen. Lass IHN Herr sein in Deinem Leben. Lade IHN heute neu oder vielleicht zum ersten Mal in Dein Leben ein. Ich garantiere Dir: ER wird Dir helfen! Du wirst wunderbare Erfahrungen mit Jesus Christus machen.

           Hajo