„Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat!

Seien wir fröhlich und freuen wir uns in ihm!“       Psalm 118,24


MOTIVIERT ARBEITEN


Nach Pfingsten kam ich seit längerer Zeit wieder in Darmstadt an und die Masterarbeit rief. Ich hatte wunderschöne Wochen an verschiedensten Orten und mit unterschiedlichen Leuten verbracht. Doch jetzt sollte wieder für die Uni gearbeitet werden. Da war die Motivation nicht ganz so hoch, obwohl das Thema durchaus interessant ist.

Hinzu kommt, dass etwa zu diesem Zeitpunkt die Beziehung mit meiner Freundin angefangen hat. Das war zwar sehr schön, hat aber auch gut abgelenkt. Ebenso, dass sie in Fulda studiert, und wir uns daher maximal am Wochenende sehen.

Und so lebte ich mehr oder weniger von Wochenende zu Wochenende, ab und zu auch mal ein Lichtblick unter der Woche, z.B. in Form eines Treffens mit einem guten Freund.

Vielleicht geht es euch auch manchmal oder sogar gerade jetzt so, dass ihr euch hauptsächlich von Tag zu Tag schleppt, und gerade so die Aufgaben erledigt, die unbedingt sein müssen.

Durch verschiedene Erkenntnisse wurde das bei mir besser (auch wenn ich immer noch nicht mit Vollgas voranschreite, aber Gott gibt nicht so schnell auf). Zum einen wurde ich auf Psalm 118, 24 aufmerksam

„Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat! Seien wir fröhlich und freuen wir uns in ihm!“

Ich merkte: Jeder Tag ist ein Geschenk Gottes. Aus Seiner gnädigen Hand darf ich ihn empfangen. Er vertraut mir diese Zeit an, an der ich mich freuen und die ich nutzen darf. Epheser 5,16 unterstützt diesen Gedanken. Dann zeigte Gott mir einen neuen Blick auf die Arbeit an sich. Epheser 6, 5-8 zusammen mit Titus 2, 9f zeigen, dass wir Arbeit nicht als notwendiges Übel ansehen müssen, das keinen wirklichen - weil nur irdischen - Wert hat.

Wir dürfen die Arbeit für Gott tun. Und indem wir sie für Ihn tun, ehren wir Ihn. Das hat ewigen Wert! Sofern wir an der richtigen Stelle arbeiten, wirkt Gott durch uns. Und wenn Gott wirkt, dann hat das immer besondere Bedeutung.

Außerdem können wir durch unsere gute Arbeit anderen Menschen das Leben leichter machen und daher unsere Liebe zeigen.

Vielleicht sagst du jetzt, dass diese Arbeit zu schwer sei, sodass du nicht fähig seist, sie zu tun. Vielleicht häufen sich Probleme, Hindernisse, fehlende Kompetenzen. Sicherlich gibt es auch Zeiten des Kräfte sammeln. Doch lasse dir sagen: Gott hilft und stärkt dich. Er rüstet dich aus und bereitet dir die Taten sogar vor (Epheser 2,10; Titus 2,14; Philipper 4,13). Wir müssen nichts alleine schaffen. Gott ist bei uns, befähigt uns, ermutigt uns und kräftigt uns, sodass Er sagen kann:

"Gehe hin in dieser deiner Kraft und ..." (Richter 6,14).

Dabei gilt sein Versprechen:

"Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. [...] Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters."

(Matthäus 28, 18+20)


Lasst uns frisch und froh an Sein Werk gehen - und uns dabei gegenseitig ermutigen!


Niklas