IRAK:

„WAS AUCH GESCHIEHT, UNSER FELS BLEIBT“


(Open Doors) – Raeed hatte sich vor 15 Jahren entschieden, sein Leben als Mönch in Abgeschiedenheit und im Gebet in den Dienst von Jesus zu stellen. „Was auch geschehen mag, Jesus ist mit mir“, war und ist bis heute seine Zuversicht. Diese wurde allerdings vielfach auf die Probe gestellt, so auch bald in seinem Leben als Mönch. Er war zusammen mit einem Ordensbruder unterwegs nach Bagdad, als das Taxi, in dem sie saßen, von einem Panzer überrollt wurde. Alle Fahrgäste außer Raeed wurden dabei getötet.


Wer mir nachfolgt, soll nicht zurückblicken


Raeed aus dem Irak


Raeed hatte deshalb Fragen an Gott, doch er blieb ohne Antwort. Dennoch sagt er: „Der Vorfall bestärkte mich in meiner Berufung. Ich hatte mich Jesus gegenüber verpflichtet, der uns ja auch sagt, dass wir nicht zurückblicken sollen, wenn wir ihm nachfolgen.“ Als etwa 10 Jahre später der IS in die Stadt kam, wo Raeed lebte, mussten er und die Brüder fliehen, wie Tausende andere. In Erbil angekommen sah er sich in eine völlig neue Aufgabe gestellt: All die Flüchtlinge brauchten ihn. Raeed erinnerte sich erneut an seine Berufung: „Folge Jesus, egal was geschieht.“


Heute leitet er die Gottesdienste und Gebetsversammlungen inmitten eines Flüchtlingslagers außerhalb von Erbil. „Alleine bin ich schwach, doch Gott leitet und berät mich in meiner neuen Aufgabe. Gott gebraucht mich hier.“ Inmitten all der Not um ihn herum lehrt Raeed die Menschen, was er gelernt hat: Jesus nachzufolgen. „Er ist der Fels, auf den wir bauen. Und was auch geschieht, unser Fels bleibt – für immer. Wir Christen im Irak müssen mit Gott verbunden sein durch unser Gebet.“ Er ermutigt die Christen weltweit, es ihm gleichzutun. „Ich bin sehr dankbar für die materielle Hilfe, die wir erhalten; mehr aber noch für die Christen weltweit, die sich mit Gott und uns im Gebet verbinden.“